Schloss Schönberg


Groß-Schwansfeld


Das Schloss Schönberg ist im Laufe des 14. Jahrhunderts durch den deutschen Orden erbaut. Es umschliesst mit seinen 10 bis 15 FUSS starken Grundmauern einen 30 FUSS hohen Hügel, dessen Plateau den innern Hof bildet
Es ist ganz von gebrannten Ziegeln aufgeführt und erhebt sich, auf diesem 30 FUSS hohen Fundamente, in mehreren Etagen, den Hof von allen vier Seiten umschliessend. Die vier Ecken dieses Vierecks sind durch starke, noch fast ganz unversehrt erhaltene Thürme, jede der vier Seiten durch zwei Thürme geschmückt, welche letztere im Laufe der Zeit ihre ursprüngliche Gestalt verändert haben, was Bedachung und Höhe anbetrifft.
Der einzige Weg auf den Schlosshof führt über eine Brücke von vier gemauerten Bogen hinauf zu einem doppelten Thore, dessen mittlerer Bogen folgende Inschrift trägt: Haec porta constructa est anno Domini MCCCLXXXVI tempore fratris Henrici de Skerlidt, praepositi.

Nach Aufhebung des deutschen Ordens wurde Schönberg nebst dem angrenzenden Rittergute Herzogswalde gegen Ende des 17. Jahrhunderts von dem Stammvater des jetzigen Besitzers, Ernst von Finck, Erbamtshauptmann von Gilgenburg, der 1709 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde, käuflich erworben.
Von ihm wurde das ziemlich verfallene und vernachlässigte Schloss in dem damaligen Geschmack restaurirt. Noch jetzt lässt sich an der Verschiedenheit des Mauerwerkes deutlich das Alte von demdamals Aufgeführten unterscheiden.
Seit dieser Zeit sind bis zum Jahre 1857 keine wesentlichen Veränderungen in den Baulichkeiten vorgekommen. In diesem Jahre wurde die Südseite des Schlosses nach dem Hofe zu erweitert und in einem Style, der sich dem ursprünglichen mehr anschliesst, neu aufgeführt. Nachdem nämlich im Jahre 1851 Graf Carl von Finckenstein, Landhofmeister des Königreichs Preussen, in den Besitz von Schönberg und Herzogswalde in richtigem Lehnsgange gekommen, übergab er seinem ältesten Sohne Konrad Schönberg zum Wohnsitze und bestimmte zugleich in seinem
Testamente vom 7. September 1857, dass diese Lehngüter nach seinem Tode in Fideikommisse verwandelt werden sollten.

Nach seinem am 19. Januar 1865 erfolgtem Tode ist sein ältester Sohn Konrad in den Besitz des Fideikommisses Schönberg, sein jüngster Sohn Georg in den des Fideikommisses Herzogswalde gelang

copy Sammlung Duncker

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